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Kein „Auslandshund“ nimmt einem „deutschen Tierheimhund“ einen Platz weg. Diejenigen, die mit diesem Argument gerne aufwarten, gehören ohnehin meist zu den Menschen, die weder dem einen noch dem anderen Hund ein Zuhause geben mögen. „Die schleppen uns ja nur Krankheiten ein!“, bekomme ich auch oft zu hören. Sicherlich gibt es im Ausland andere Krankheiten als bei uns. Doch ich kenne sehr wenige Menschen, die aus diesem Grund auf den Urlaub im Süden verzichten, obwohl sie sich als Mensch dort ebenso mit Krankheiten infizieren können, die es bei uns (noch) nicht gibt wie ein Tier. Beispielsweise mit Leishmaniose.

Wir sollten alle ein wenig mehr über den Tellerrand schauen.
Die meisten "deutschen" Hunde die in unseren Tierheimen länger sitzen sind große Hunde, Modehunde und Problemhunde. Der liebe gut erzogene Hund sitzt meist nicht lange im Tierheim. 
Meist locken auch die Ausländischen Hunde die Besucher in die Tierheime und man entscheidet sich dann doch noch für den "deutschen" Hund.

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Die Geschichte der rumänischen Straßenhunde

Rumänien kämpft seit circa 30 Jahren mit einer Hundeplage. In der Hauptstadt Bukarest ließ der ehemalige Staatschef Ceausescu damals die Altstadt und angrenzende Wohnviertel abreißen. Viele Bürger mussten ihre Wohnungen verlassen. Für ihre vierbeinigen Mitbewohner war in den Neubauten kein Platz, sie landeten auf der Straße. Seitdem unternahm die rumänische Regierung unzählige Versuche, die wachsende Anzahl an Straßenhunden in den Griff zu bekommen.

Streunende Hunde einzufangen und zu töten war bis 2007 legal, obwohl im Jahr 2001 in Rumänien ein erstes Tierschutzgesetz eingeführt wurde. Erst mit dem Beitritt zur EU wurde dieses Gesetz illegal und 2008 abgeschafft. Gesunde Hunde durften seitdem nicht mehr getötet werden,Tierquälerei wurde unter Strafe gestellt.

Fortan gab es viele Ideen, die wachsende Anzahl der Straßenhunde unter Kontrolle zu bringen. Darunter auch der Vorschlag, Straßenhunde zu kastrieren, damit sie sich nicht weiter fortpflanzen können. Diese Maßnahme erwies sich bereits in mehreren Ländern, wie in der Ukraine und der Türkei, als erfolgreich.

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Ein Gesetzesentwurf dazu wurde allerdings nicht entwickelt. Stattdessen sorgte im September 2013 eine Beißattacke mit Todesfolge für Aufruhr. Zwei Brüder sollen beim Spielen von einer Gruppe Straßenhunde angegriffen worden sein, einer von ihnen starb. Politiker verabschiedeten daraufhin im Eilverfahren ein neues Gesetz, das es wieder erlaubte, Straßenhunde zu töten. Die Tierschützer des „Project Romania“ aber zweifeln daran, dass an dem Vorfall Straßenhunde beteiligt gewesen sind. Sie berufen sich dabei auf Berichte, die besagen, dass sich der Vorfall auf einem Firmengelände abgespielt hätte - die Angreifer wären demnach Wachhunde gewesen, keine Straßenhunde. Laut einem Interview in der Münchner Abendzeitung sollen diese Berichte inzwischen sogar von der Staatsanwaltschaft bestätigt worden sein.

Das Geschäft mit dem Hundefang

Die Bemühungen der Tierschützer unter Leitung von dem bekannten Aktivist Claudiu Dumitriu waren leider nicht erfolgreich. Es gibt es für das Einfangen von Straßenhunden eine Prämie von 50 Euro pro Hund – bei einem durchschnittlichenGehaltvon 400 Euro in Rumänien ist das ein attraktiver Nebenverdienst. Alleine in Bukarest wurde ein Budget von rund 13 Millionen Euro für Hundefänger freigegeben – finanziert aus Steuergeldern. Und da brave Hunde sich besser fangen lassen als die tatsächlichen „Problemfälle“, sind es auch genau die, die die Hundefänger ins Visier nehmen. Ob sie die auf der Straße oder in privaten Gärten finden, scheint keine große Rolle zu spielen.

 

Der Henker von Brasov hat es geschafft. Flavius Barbulescu steht vor der Eröffnung seines Hundelagers in Codlea bei Brasov. Nun hat der Kreis Brasov sein zweites Stupin direkt neben der Tierkörperverwertung. Wieder wird Brasov in die Schlagzeilen geraten.

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